
Vom lokalen Versorger zum strategischen Marktakteur. Digitale Fähigkeiten entscheiden über Zukunftsfähigkeit.
Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
Stadtwerke stehen vor dem vermutlich größten Bündel an Herausforderungen ihrer Geschichte. Ausgehend von dem bundesweiten Ziel, Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, eröffnen sich daraus vielfältige Aktionsfelder für die lokalen Versorger. Die bekannten Großthemen sind Dekarbonisierung und Wärmewende, ein massiver Investitions- und Netzausbaubedarf, weitreichende Digitalisierung, Fachkräftemangel sowie ein hoher Regulierungs- und Kostendruck. Darüber hinaus sind Stadtwerke in der Regel unmittelbar in die Mobilitätswende eingebunden – als Dienstleister oder gar als deren eigentliche „Ermöglicher“.
In der Konsequenz müssen viele Stadtwerke ihr Geschäftsmodell grundlegend kommerziell weiterentwickeln: weg von einer klassischen Versorger-Rolle hin zu einem integrierten Infrastrukturund Servicedienstleister, der die wachsende Komplexität und die damit einhergehenden Risiken professionell zu managen versteht.
Gleichzeitig zeigt sich, dass alle diese Herausforderungen in jedem einzelnen Stadtwerk unterschiedlich ausgeprägt sind, sodass die Bildung von Interessengemeinschaften oder anderen Verbänden nicht auf den ersten Blick naheliegt. Vor diesem Hintergrund erbringt FORRS zunehmend Dienstleistungen und Services (basierend auf der Plattform GRYT) für Stadtwerke und kommunale Versorger und darf den aktuellen Wandel aktiv miterleben.
Trotz der Mehrdimensionalität der Herausforderungen und des hohen Zeitdrucks lässt sich bei allen Stadtwerken beobachten, dass Unternehmen und Mitarbeitende die anstehenden Aufgaben mit bemerkenswerter Positivität angehen. Überall zeigt sich eine beeindruckende Bereitschaft zur Veränderung und ein enormer Enthusiasmus bei der Gestaltung der künftigen Arbeitsfelder und des eigenen Arbeitsplatzes.
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